Steinheimer Messe am 3. und 4. November Nachhaltigkeit, Bildung und Gemeinwohlökonomie stehen im Fokus

Die Steinheimer Messe am 3. und 4. November kann kommen. Mit ihren Schwerpunkten Bildung, Nachhaltigkeit und Gemeinwohlökonomie wurde sie vorgestellt (von links) Stefan Wiedemeier (Sparkasse), Bürgermeister Carsten Torke, Birgit Ischen und Cornelia Hartweg (Stadtmarketing), Werner Lödige (Vereinigte Volksbank), Ulrike Czorny (ZAK) und Eberhard Fischer (Stadtverwaltung). 

Stadtfest, Gewerbeschau, Ausbildungsmesse, Jobbörse und Musik-Event: die Steinheimer Messe hat am 3. und 4. November mit ihrem bunten Mix viel Abwechslung, Unterhaltung und Informationen zu bieten.


„Wir nähern uns jetzt langsam der Steinheimer Messe, die nach ihrer Premiere 2016 in ihrem neuen Format alle zwei Jahre wiederholt wird,“ sagte Bürgermeister Carsten Torke, als das erste Konzept jetzt vorgestellt wurde. 50 Aussteller aus Handel, Gewerbe, Handwerk und Dienstleistungen wollen sich auf der Messe vorstellen. Einen wichtigen Part übernehmen auch die Steinheimer Schulen, die den Faktor Bildung betonen. Der Fokus der Messe liegt in diesem Jahr auf den Themen Nachhaltigkeit und Gemeinwohlökonomie. Mit dem Ingenieur, Theologen und Philosophen Dr. Christian Berg (Technische Universität Clausthal) wurde ein Redner gefunden, der Nachhaltigkeit als Antriebskraft für Innovation ansieht. Sein Festvortrag widmet sich am Sonntag, 4. November der Rolle von Nachhaltigkeit, Ressourcen, Klima sowie Energie für die zukunftsfähige Entwicklung von Unternehmen.


Berg, der 2012 als Experte am Zukunftsdialog von Bundeskanzlerin Angela Merkel beteiligt war, ist überzeugt, dass es wie derzeit mit Ressourcen und Natur nicht weitergehen könne. „Wir leben im roten Bereich,“ so seine Erkenntnis. Gerade aus der technologischen Stärke Deutschlands resultiere eine hohe Verantwortung für nachhaltige Entwicklung. Der Autor des Buches „Welt retten für Einsteiger – 30 Gründe für ein gutes Gewissen“ vermittelt deshalb aus seiner Sicht anregende Ansätze für interessierte Bürger.


Anknüpfend an die Auszeichnung von Christian Felber mit der Reineccius Medaille vor einem Jahr wird das Thema Gemeinwohlökonomie im Rahmen der Steinheimer Messe platziert. Für Gemeinwohlökologie als Ziel hat sich Steinheim per Ratsbeschluss verpflichtet. Mit einem breiten Spektrum an Fachleuten findet dazu eine Podiumsdiskussion am Samstag (3. November) um 15.30 Uhr statt. Am Sonntag um 14 Uhr folgt eine Diskussionsrunde mit interessierten Bürgern. Die Diskussion soll zwei Fragenkomplexe beleuchten, „Was brauchen wir in Steinheim wirklich für ein gutes Leben für alle und wie ist das zu erreichen?“ und „Wie wollen wir zukünftig in Steinheim wirtschaften und handeln?“


Eine Bilanzierung soll zeigen, wie die Stadt Steinheim in den Hauptfeldern der Gemeinwohlökonomie – Menschenwürde, Solidarität, ökologische Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und demografische Mitbestimmung - aufgestellt ist. Zu diesen fünf Hauptthemen sollen Arbeitsgruppen gebildet werden, die zu dem jeweiligen Hauptthema verschiedene Fragen diskutieren. „Mitarbeiten könne Bürger auch ohne spezielles Fachwissen,“ ermuntert Cornelia Hartweg (Stadtmarketing) zum Mitmachen. 


Ein Höhepunkt der Messe wird auch die Auszeichnung Steinheims als Fair Trade Kommune werden. Die Stadt hatte sich vor anderthalb Jahren auf den Weg gemacht. Jetzt sind alle Voraussetzungen erfüllt, nachdem auch die Gastronomie ins Boot geholt werden konnte. Auf der Messe wird auch die Energieagentur NRW mit Themen wie Energie, Klimaschutz und E-Mobilität vertreten sein. Die Agentur arbeitet als Dienstleister für die Energie- und Klimapolitik im Auftrag der Landesregierung. Steinheim wird nach Angaben des Bürgermeisters mit gutem Beispiel vorangehen. „Ein Dienstwagen, nämlich ein Diesel wird abgegeben und durch einen kombinierten Privat- und Dienstwagen ersetzt.“ Auch ein E-Auto will die Stadt anschaffen.
Hausbesitzer können sich von der Energieagentur über PV-Anlagen und Wärmepumpen mit Speicher informieren lassen. Am Samstag informiert passend zur Ausbildungs- und Arbeitsplatzbörse als zentralem Baustein der Messe ein Experte über Ausbildungsmöglichkeiten der erneuerbaren Energien. Schüler können dadurch herausfinden, welche Berufe sich individuell für sie eignen.


Um auch die musikalische Note und das Rahmenprogramm der Messe zu fördern, dafür sorgen die Steinheimer Banken mit ihrem Sponsoring. In diesem Jahr hat die Sparkasse einen Auftritt der aus Niedersachen stammenden Top-Fourty-Band Promise ermöglicht, die seit vielen Jahren die Zelte füllt. So soll es auch am 3. November im Steinheimer Festzelt sein. Weiterhin präsentiert die Sparkasse zum musikalischen Auftakt der Messe das Blasorchester Himmighausen mit ihrem Dirigenten Fernando Cienfuegos. Am Sonntag wird ein weiterer Musikverein das „musikalische Mittagessen“ begleiten. Die Vereinigte Volksbank fördert getreu ihrem Motto „Wir von hier“ die Aktivitäten der Schulen. „Uns ist der direkte Kontakt zwischen jungen Menschen und der Wirtschaft sehr wichtig“, erklärte Regionalmarktleiter Werner Lödige. Ein weiterer Programmpunkt ist ein Poetry Slam Wettbewerb am 4. November um 15 Uhr. Daran wirken sechs Teilnehmer mit, die Preisvergabe nach dem Entscheid der Publikumsjury erfolgt gegen 16 Uhr. 


Die Messe konzentriert sich in diesem Jahr auf die Innenstadt, damit kurze Wege gesichert sind. Das große Festzelt steht in der Fußgängerzone, ein weiteres auf dem Petersilienparkplatz. Weitere kleinere Zelte sind vor dem Rathaus und in der Detmolder Straße aufgestellt.  

 

Alexander Vandieken aus Steinheim wird als Horst-Schlämmer-Double für den Steinheimer Blickpunkt auf der Messe unterwegs sein. Seine Interviews sind dann auf Facebook zu sehen.               Foto: M. Hütte

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